Archäologische Fundstellenkarte der Gemeinde Wals-Siezenheim

English version below

Kürzlich habe ich die sehr sehenswerte archäologische Ausstellung im Museum der Bachschmiede in Wals besucht. Prunkstück dieser Ausstellung ist ein Raum, in dem man Fundstücke aus der römischen Palastvilla in Loig betrachten kann. Dazu gehört auch ein Kurzfilm, der unter anderem das Bad dieses römischen Gutshofs detailliert erklärt. Das Video ist auf YouTube verfügbar. Wer die Ausstellung nicht persönlich besuchen kann, findet auch einen virtuellen Rundgang.

Die Ausstellung beschäftigt sich aber nicht nur mit der Römerzeit, sondern mit der gesamten Geschichte von Wals-Siezenheim und ihrem Niederschlag in archäologischen Funden. Gleich zu Beginn der Ausstellung bekommt man auf einer Übersichtskarte einen Überblick darüber, wo genau auf dem Gemeindegebiet archäologische Funde gemacht wurden und welcher Epoche sie zuzuordnen sind.

Diese Karte fand ich sehr spannend, und ich wollte die Fundorte gerne selbst aufsuchen. Deshalb habe ich mir mithilfe von Claude Opus 5.5 eine App generieren lassen, mit der man per GPS die einzelnen Fundstellen finden und so auch besichtigen kann.

Eine Vorwarnung: Die Fundstellen am Walserberg, die ich bereits besucht habe, sind wie zu erwarten eher unspektakulär. Durch die moderne Bebauung ist von den steinzeitlichen Spuren für das Laienauge kaum noch etwas zu erkennen. Trotzdem fand ich das ein sehr interessantes Erlebnis, weil man einen Eindruck davon bekommt, an welchen Stellen in der Landschaft diese Siedlungen angelegt wurden. Im Sinne der Landschaftsarchäologie (Landscape Archaeology) kann man sich also ein Bild davon machen, nach welchen Kriterien Siedlungsplätze ausgewählt wurden.

Bitte respektiert beim Besuch der Fundstellen die Rechte der Grundeigentümer. Die meisten Fundstellen liegen auf privaten Feldern, Wiesen oder Gärten. Betretet Privatgrund nicht ohne Erlaubnis, bleibt auf öffentlichen Wegen und betrachtet die Stellen von dort aus. Und natürlich gilt: schauen, nicht graben. Metallsuche und Grabungen ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamts sind in Österreich verboten.

Die Web-App ArcheoWalsie ist als GitHub Page frei verfügbar, und der Quellcode kann auf GitHub angesehen und heruntergeladen werden.

Als kleinen Bonus habe ich in der App zusätzlich Verweise auf archäologische Artikel hinterlegt, die sich mit den Fundstellen in Wals-Siezenheim beschäftigen. Einige davon sind frei im Internet zugänglich, andere müssen leider als gedruckte Bücher über Bibliotheken bezogen werden. Ich habe nicht im Einzelnen überprüft, ob sich die Artikel konkret auf die verlinkten Fundstellen beziehen. Eventuell sind sie auch eher allgemein gehalten und beziehen sich auf ein größeres Gebiet, zu dem die Fundstellen auf der Karte gehören. Trotzdem ist es natürlich spannend, Hintergrundinformationen zu diesen konkreten archäologischen Fundorten zu finden.

Ich hatte bereits sehr viel Spaß mit diesem Projekt und hoffe, dass ArcheoWalsie auch euch Vergnügen bereiten wird.


English version

Recently I visited the archaeological exhibition at the Bachschmiede museum in Wals, which is well worth seeing. Its centrepiece is a room displaying finds from the Roman palace villa at Loig. It also includes a short film which, among other things, explains the bath of this Roman estate in detail. The video is available on YouTube. If you are not able to visit the exhibition in person, there is also a virtual tour.

The exhibition isn’t only about the Roman period, though. It covers the entire history of Wals-Siezenheim as reflected in archaeological finds. Right at the start, an overview map shows exactly where on the municipality’s territory archaeological finds were made and which epoch they belong to.

I found this map fascinating and wanted to seek out the find spots myself. So I had Claude Opus 5.5 generate an app that uses GPS to help you find and visit the individual sites.

A word of warning: the sites on the Walserberg that I have visited so far are, as expected, rather unspectacular. Modern development has left hardly anything of the Stone Age features visible to the untrained eye. Still, I found it a very interesting experience, because you get an impression of where in the landscape these settlements were placed. In the spirit of landscape archaeology, you can get a sense of the criteria by which settlement sites were chosen.

Please respect landowners’ rights when visiting the sites. Most of them lie in private fields, meadows or gardens. Do not enter private land without permission; stay on public paths and view the sites from there. And of course: look, don’t dig. Metal detecting and digging without a permit from the Bundesdenkmalamt (Austria’s Federal Monuments Office) are illegal in Austria.

The web app ArcheoWalsie is freely available as a GitHub Page, and the source code can be viewed and downloaded on GitHub.

As a small bonus, the app also references archaeological articles dealing with the sites in Wals-Siezenheim. Some of them are freely available online, while others unfortunately have to be obtained as printed books through libraries. I haven’t checked in detail whether each article refers specifically to the site it is linked to. Some may be more general and cover a larger area that includes the sites on the map. Even so, it’s exciting to find background information on these specific archaeological sites.

I’ve already had a lot of fun with this project and hope that ArcheoWalsie will bring you some enjoyment too.